Wir, das sind die Choreologin Tatjana Thierbach und unser Team von engen künstlerischen Mitarbeitern von Uwe Scholz.

Tatjana Thierbach
war von 1993 bis zu seinem Tod Choreologin für Uwe Scholz. Sie hat einen Großteil seiner Werke notiert und in bedeutenden Compagnien in Europa, Asien, Australien und Südamerika einstudiert. In ihrer Zeit beim Leipziger Ballett hat sie eng mit Uwe Scholz zusammengearbeitet und seine künstlerischen Intentionen studiert. Dies bezieht sich zum Einen auf die detaillierte Musikalität und Ausführung seiner Choreographien, des Weiteren auf die Entstehung von Lichtdesign, Kostüm- und Bühnenbildern.

Darüber hinaus war sie stets involviert, wenn Uwe Scholz eine Choreographie auf eine neue Besetzung oder ein neues Ensemble übertrug.
Tatjana hat studiert, auf welche Weise Uwe Scholz eine bestehende Choreographie einer neuen Besetzung mit anderen Potentialen und anderer Persönlichkeit ”anzuziehen” vermochte.
Gleichwohl war er kompromisslos in seinem Anspruch an höchste technische Anforderungen, seinen schnörkellosen Stil und die musikalische Interpretation.

Tatjana Thierbach ist seit 2020 Erbin der Urheberpersönlichkeitsrechte von Uwe Scholz.
Seit dem Jahr 2026 hat sie auch sämtliche Nutzungs- und Lizensierungsrechte am Gesamtwerk von Uwe Scholz inne.
Compagnien oder Einzelpersonen, die eines von Uwe Scholz‘ Werken oder einen Auszug davon aufführen oder vorführen möchten, sind verpflichtet, die Erlaubnis der Inhaberin einzuholen.
Unser künstlerisches Team in alphabetischer Reihenfolge:

Christoph Böhm
ist Ballettmeister, Choreograph und ehemaliger Erster Solist des Leipziger Balletts. Er lebt in Berlin und unterrichtet Klassisches Ballett, Pas de deux und Repertoire an der Staatlichen Ballettschule Berlin sowie beim Youth Ballet Berlin und ist regelmäßig als Gast bei führenden Kompanien im In- und Ausland tätig.
Als Tänzer verkörperte er Hauptrollen in Werken von Uwe Scholz, George Balanchine, John Cranko, Youri Vámos und Glen Tetley.
Böhm hat u. a. Le Corsaire in nationalen und internationalen Produktionen einstudiert.

Einstudierungen von Werken von Uwe Scholz führten ihn wiederholt zurück zum Leipziger Ballett, außerdem ans Ballett in Cottbus. An der Staatlichen Ballettschule Berlin unterrichtet er Scholz-Repertoire und gastiert hiermit mit seinen Schülern in ganz Deutschland.
Als gefragter Coach begleitet er Tänzer:innen bei internationalen Wettbewerben und führt sie regelmäßig zu großen Erfolgen.

Eleonora Demichelis
wurde in Italien geboren, studierte Ballett an der John-Cranko-Schule in Stuttgart und tanzte in verschiedenen Ballettkompanien in ganz Europa. Im Jahr 2001 schloss sie in Paris ihr Studium als Choreologin in Benesh Movement Notation ab.
Anschließend arbeitete Eleonora mit Uwe Scholz beim Leipziger Ballett und notierte seine neuen Kreationen „H Moll Messe” und „Bruckner 8” sowie mehrere Werke aus dem Repertoire des Leipziger Balletts.
2003 ging Eleonora Demichelis als Choreologin und Ballettmeisterin ans Niederländische Nationalballett. Sie erstellte Partituren für 12 Produktionen, darunter drei abendfüllende Ballette.

Als freiberufliche Choreologin arbeitete Eleonora u.a. an den Compagnien in Helsinki, Oslo, Brüssel, Dresden, Budapest und Koblenz. Ihre Arbeit umfasste das Unterrichten von Repertoire und die Überwachung der Neuinszenierung von Balletten von Uwe Scholz, Rudi Van Dantzig, Toer Van Schayk und David Dawson.
Seit 2017 unterrichtet Eleonora Demichelis die Benesh-Tanznotation am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris auf professionellem Niveau.

Roser Muñoz Massanas
Geboren in Barcelona, studierte sie am Instituto del Teatro und erhielt den Sonderpreis für den Abschluss ihrer Ausbildung.
Sie setzte ihr Studium des klassischen Tanzes an der Waganowa-Akademie in St. Petersburg fort.
Ballerina des Nationalballetts von Marseille unter Roland Petit.
Primaballerina am Ballett Leipzig unter der Leitung von Uwe Scholz.
Primaballerina am Ballet du Capitole in Toulouse unter der Leitung von Nanette Glushak.
1999 wurde Roser von der Zeitschrift Ballet International als „Beste Ballerina des Jahres” ausgezeichnet.

Roser hat mehrere Choreografien geschaffen und an zahlreichen internationalen Galas und Festivals teilgenommen.
Sie war Gastdozentin beim Leipziger Ballett für die Wiederaufführung mehrerer Stücke von Uwe Scholz.
Als offizielle Lehrerin für die Choreografien von Uwe Scholz hat sie seine Stücke in mehreren Tanzkompanien und Konservatorien neu inszeniert, unter anderem in Barcelona, Madrid, Cottbus, Rio de Janeiro, Innsbruck, Stuttgart, Mexiko, Havanna, Montréal und Birmingham.

Michael Röger
wurde in Leipzig geboren.
Ausgebildet an der Oper Leipzig, ist er seit 1982 ebendort tätig. 1995 wurde er Leiter des Beleuchtungswesens der Oper Leipzig.
Eine besonders intensive Zusammenarbeit verband ihn seit 1992 mit Uwe Scholz. Michael Röger kreierte gemeinsam mit Uwe Scholz das Lichtdesign für sämtliche Produktionen des Leipziger Balletts.

Weitere Produktionen unter anderen mit:
Andreas Frisay Kali Son, Peter Konwitschny, Andreas Homoki, Karlheinz Stockhausen, Giancarlo Del Monaco, Alfred Kirchner, John Dew, Willy Decker, Jerome Savary, Ermano Olmi, Immo Karaman, Werner Schroeter, Aron Sthiel, Michiel Dijkema, Silvana und Mario Schröder, Rosamund Gilmore, Anthony Pilavachi, Balázs Kovalik und Francisco Negrin zusammen.
Im Bereich des Jazz Produktionen mit Yosuke Yamaschita, Abdullah Ibrahim und Bert Noglik.
Gastverträge führten Michael unter anderem in den Opernhäusern Antwerpen/Gent, Zürich, Berlin, Düsseldorf, Toulouse, Dresden, Mailand, Karlsruhe, Koblenz, Kopenhagen, Helsinki, Ljubiljana, Vilnius, Bratislava, Prag, Mulhouse sowie Peking.
Der größte Teil der Choreographien von Uwe Scholz wurde mit der Benesh Movement Notation notiert und so jederzeit rekonstruierbar gemacht. Doch wie funktioniert das?









