Die Choreographien von Uwe Scholz inspirieren und bewegen das Publikum auf der ganzen Welt. Nach wie vor werden seine Stücke von den führenden internationalen Compagnien als state of the art der neoklassischen virtuosen Balletttechnik respektiert.
Sie sind immer aus der Musik heraus geboren, meist sowohl unbändig schnell und virtuos als auch emotional, delikat und seelenvoll.
Uwe Scholz hat stets den Geist und die emotionalen Facetten einer musikalischen Komposition begriffen und auf persönliche Weise sichtbar gemacht.
Auch dann, wenn Scholz’ feiner Humor um die Ecke kommt und die Bedeutungsschwere mit einem Augenzwinkern auf die Plätze verweist…
Als Choreograph war Uwe Scholz weltweit gefragt und schuf u.a. Ballette für die Staatsoper Wien, die Mailänder Scala, immer wieder für das Stuttgarter Ballett, für Les Ballets de Monte Carlo sowie für Jiri Kyliáns Nederlands Dans Theater, für Jerusalem, Stockholm und Toronto. Auf vielen internationalen Bühnen konnte sich die choreographische Handschrift von Scholz einen Namen machen (u.a. New York, Paris, Moskau, Rio de Janeiro, Madrid, Florenz, Tokio, Berlin, München).
Für seine Leistungen als Choreograph wurde Uwe Scholz 1987 mit dem Preis »Ommagio Alla Danza« der Organisation »Espressione Europa« in Venedig ausgezeichnet und bekam 1996 vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog das Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Für seine Choreographie »Die Große Messe«, die er im Februar 1998 mit dem Leipziger Ballett uraufführte, erhielt er den Theaterpreis der Bayerischen Staatsregierung für die Sparte Tanz 1998. Mit dem Deutschen Tanzpreis wurde er 1999 in Essen ausgezeichnet.
Das Leipziger Ballett, dessen Ursprünge bis ins späte 17. Jahrhundert reichen, zählt heute zu den großen internationalen Compagnien.
Die Einleitung einer neuen Ära erfolgte für das Leipziger Ballett 1991 mit dem Antritt von Uwe Scholz als Ballettdirektor und Chefchoreograph. Seiner ersten Leipziger Premiere »Die Schöpfung«, folgten sinfonische Ballette wie »Die Große Messe«, »Siebente Symphonie« und »Bruckner 8«, die auf Gastspielen in ganz Europa und Asien gezeigt wurden.
Das Leipziger Ballett wurde unter Uwe Scholz zu Tourneen in ganz Deutschland, nach Frankreich, Spanien, Portugal, Dänemark, Österreich, Luxemburg, Polen und in die Niederlande eingeladen. Es reiste 1995 anlässlich des Kriegsendes 50 Jahre zuvor als Kulturbotschafter Deutschlands nach San Francisco, und begleitete im gleichen Jahr den Bundespräsidenten Roman Herzog bei einem Staatsbesuch nach Bern.
Uwe Scholz verbrachte die längste und nachhaltigste Zeit seines Schaffens in Leipzig.
Seine Leipziger Produktionen sind in enger Zusammenarbeit mit dem Gewandhausorchester entstanden.
Er wirkte in dieser Stadt bis zu seinem frühen Tod 2004, und sein Lebenswerk ist untrennbar mit der Stadt Leipzig verbunden.















